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Pulverbeschichtung

Setzen Sie Akzente
Wir beschichten feuerverzinkte Oberflächen (Duplex-System) für höchstmöglichen Korrosionsschutz plus dekorative Gestaltung. Durch das Farbspektrum moderner Pulverlacke, das weit über die RAL-Farbpalette hinaus geht, beschichten wir in fast jedem Farbton in matt, seidenglänzend, glänzend oder strukturiert. Auch Effekt-Lackierungen sowie Spezialbeschichtungen sind möglich.

Die Arbeitsschritte

Vorbehandlung
Die werkstoff- und anforderungsgerechte Vorbehandlung ist wesentliche Voraussetzung für die erzielte Beschichtungsqualität.
Bei der Pulver-Beschichtung von verzinkten Stahlteilen für den Außenbereich sehen wir als Vorbehandlung einen Grünchromatierungsprozess in Anlehnung an DIN 50939, der auf die Behandlung von Verzinkungen optimiert ist. Dabei werden wässrige Medien sowohl im sauren als auch alkalischen Bereich auf das zu beschichtende Bauteil gesprüht.  Liegen im Einsatzbereich des Bauteils korrosionsverschärfende Bedingungen vor, dann muss die technische Machbarkeit grundsätzlich geprüft werden. Solche Bedingungen sind unter anderem der Kontakt mit:

Metallveredelung - Pulverbeschichtung


Metallveredelung - Pulverbeschichtung

  • Salzen in fester oder gelöster Form. (auch Streusalz)
  • Küstenatmosphäre (bis 30 km vom Meer)
  • Wasser in ständiger Beaufschlagung (Unterwassereinsatz)
  • Betauender Feuchte (Kondenswasser, Aerosole)
  • Aggressive Industrieemissionen
  • Säuren und Laugen und anderen Chemikalien
  • Ölen und Organischen Lösemitteln
  • Gelösten Metallionen z.B. in Abtropfwasser von Kupferverblechungen
  • Edleren Metallen unter Bildung von Lokalelementen (Kontaktkorrosion)
  • Wärmequellen die am Einbauort zu Bauteiltemperaturen über 80°C führen

Trocknung
Im Anschluss an die Vorbehandlung werden die zu beschichtenden Bauteile in einem Warmluftofen getrocknet. Dabei führen wir ein so genanntes Tempern, das heißt ein Trocknen bei annähernd den gleichen Bedingungen wie im Pulver-Einbrennofen durch, um die Ausgasungsneigung der Verzinkung zu minimieren.

Pulverbeschichtung
In der Pulverbeschichtungskabine wird der Pulverlack auf das Bauteil appliziert.
GSB-Zulassung nach Stufe "Standard" bzw. Qualicoat-Zulassung nach "Klasse 1"
Bindemittelbasis Polyester mit Zusatzadditiv für ausgasende Oberflächen
Oberfläche: glatt
Glanzgrad (unter 60° gemessen): ca. 60 bis 90 E (d.h. seidenglänzend oder glänzend)

Einbrennen
Das Vernetzen des Pulverlacks erfolgt in einem Heißluftofen, bei Umlufttemperaturen von rund 210 °C. Hierbei wird zunächst das Pulver erschmolzen und anschließend die Lackschicht mit einer je nach verwendetem Pulverlacksystem unterschiedlichen Objekttemperatur von 170 °C bis 200 °C und Haltezeiten von 40 bis 10 Minuten vernetzt. Dabei verläuft die applizierte Pulverlackschicht zu einem homogenen, geschlossenen Film. Die Haltezeit ist dabei die Zeit, in der die Werkstückoberfläche mindestens die vorgegebene Objekttemperatur aufweist. Die im Ofen erforderliche Verweildauer beinhaltet die Haltezeit sowie die Aufheizzeit, die das Werkstück benötigt, um die Objekttemperatur zu erreichen. Je nach Masse, Wanddicke und Werkstoff beträgt die Verweildauer im Pulver-Einbrennofen daher ca. 50 min, wobei das Werkstück maximal eine Objekttemperatur in Höhe der Umlufttemperatur erreicht.