Korrosionsschutzverfahren

Korrosionsschutzverfahren

Feuerverzinkung (nach DIN EN ISO 1461)
Unter Feuerverzinkung versteht man das Überziehen von Stahlteilen mit einem massiven, metallischen Zinküberzug durch Eintauchen der vorbehandelten Stahlteile in flüssigem Zink, dessen Temperatur bei zirka 450 °Celsius liegt. So werden Schweißpunkte vor Korrosion geschützt.

Elektrolytische, galvanische Verzinkung
Bei der Galvanik wird das Material durch ein elektrolytisches Bad geschickt. Am Pluspol befindet sich das Metall, das aufgebracht werden soll, am Minuspol der zu beschichtende Gegenstand. Der elektrische Strom löst dabei Metallionen von der Verbrauchselektrode ab und lagert sie durch Reduktion auf der Ware ab. So wird der zu veredelnde Gegenstand allseitig gleichmäßig mit Kupfer oder einem anderen Metall beschichtet. Je länger sich der Gegenstand im Bad befindet und je höher der elektrische Strom ist, desto stärker wird die Metallschicht. Die Schweißpunkte werden somit vor Korrosion geschützt.

Aus verzinkten Drähten geschweißt
Feuerverzinkte Drähte werden gerichtet, geschnitten und verschweißt. Die Schweißpunkte werden nicht vor Korrosion geschützt.

Flammspritzverzinkung
Wir weisen darauf hin, dass die weit verbreitete Flammspritzverzinkung die Hohlräume überhaupt nicht schütz. Sowie das vorverzinkte Profile an den Schweißnähten verschliffen werden und dann in diesem Bereich nur kaltverzinkt werden.

Feuerverzinkung

Feuerverzinkung

Feuerverzinken ist langlebig, zuverlässig, widerstandsfähig, preiswert, wartungsfrei, optimal für Hohlräume und Kanten, kathodisch schützend, leicht überprüfbar, Zeit sparend, gut aussehend und umweltfreundlich - kurz: der natürlichste, modernste und wirtschaftlichste Korrosionsschutz. Bei uns erhalten Sie gleich bleibend hohe Qualität und freundlichen Service! Der natürlichste und wirtschaftlichste Korrosionsschutz für den modernen Baustoff Stahl.

Zink

geht in schmelzflüssiger Form eine feste und dauerhafte Verbindung mit Stahl ein. Es erstarrt als schützender Überzug, der im Gegensatz zu Beschichtungen nicht unterrosten kann. Selbst Hohlkörper werden auch innen geschützt. Das metallische Aussehen von Stahl bleibt ebenso unverwechselbar erhalten wie seine Oberflächenstruktur. Abhängig von der Zusammensetzung und der Dicke des Stahls kann das Aussehen des Zinküberzuges blumig, blumenlos, hell, dunkel, glänzend oder matt sein.

Leichte Unebenheiten des Überzuges sind verfahrensbedingt. Auf die Qualität des Feuerverzinkens haben diese Erscheinungen keinen Einfluß. Sie sind typisch für ein natürliches Produkt. Feuerverzinken ist aktiver Korrosionsschutz: Zink bildet unter Bewitterung eine schützende Patina, wird dabei dunkler und matter und verschließt kleinere Beschädigungen (kathodischer Schutz). Feuerverzinken ist robust, sicher, wirtschaftlich und schützt jahrzehntelang. Größe und Form sind für uns kein Problem.

Wir haben für jedes Teil die richtige Anlage. Sie bekommen von uns sowohl die klassische Stückverzinkung als auch Schleuderverzinkung von Kleinteilen und Bauteilen, die besonders hohe Ansprüche an die Passfähigkeit stellen.

11 Gründe für´s Feuerverzinken von Stahl

LANGLEBIG
Die Feuerverzinkung ist ein extrem langlebiger Korrosionsschutz. Unter normalen Bedingungen schützt sie mehr als 40 Jahre vor Korrosion und selbst bei höherer Belastung (zum Beispiel in Industrieluft oder an der Meeresküste) beträgt die Schutzdauer in der Regel mehr als 25 Jahre.

WIDERSTANDSFÄHIG
Die Feuerverzinkung hat einzigartige Eigenschaften. Ein metallischer Zinküberzug, der durch eine Legierung unlösbar mit dem Stahl verbunden ist, bietet unerreichten Schutz vor Beschädigungen bei Transport, Aufbau und Service. Er ist hart im Nehmen und schlag- sowie abriebfest.

WARTUNGSFREI
Die Feuerverzinkung ist wartungsfrei. Dadurch gehört sie zu den preisgünstigsten Langzeitschutzsystemen (weil sie länger schützt und keine Folgekosten verursacht). Man muss daran denken, dass gerade Instandhaltungsarbeiten zusätzliche Kosten und auch Probleme aufwerfen können, gerade an schwer zugänglichen Stellen. Ein wartungsfreier Korrosionsschutz ist hier Gold wert.

KATHODISCH SCHÜTZEND
Sollte es doch einmal zu Beschädigungen durch Transport, Montage oder Service kommen, springt der kathodische Schutz ein, der auf elektrochemischem Wege eine Barriere aufbaut. Somit hat die Korrosion auch bei Kratzern und Schrammen keine Chance.

ZEITSPAREND
Als industrielles Verfahren lässt sich das Feuerverzinken in kurzer Zeit und völlig unabhängig von der Witterung und unter optimalen Bedingungen durchführen. Auf der Baustelle wird keine Zeit für den Korrosionsschutz vor Ort verschenkt. Die Feuerverzinkung ist sofort nach der Ausführung voll belastbar.

UMWELTFREUNDLICH
Eine Feuerverzinkung ist unter zwei Aspekten umweltfreundlich. Einerseits werden unter den kreislaufwirtschaftlichen Produktionsbedingungen in einer Feuerverzinkerei Abluft, Abwasser, Abfälle und Abwärme reduziert, gereinigt, recycelt und rückgeführt. Andererseits ist feuerverzinkter Stahl sehr leicht recycel- und damit wiederverwendbar. Mehr als 80 % des in Deutschland verfügbaren Zinks werden dem Recycling zugeführt.

ZUVERLÄSSIG
Der Zinküberzug bietet einen zuverlässigen Korrosionsschutz, der industriell und unter definierten Bedingungen nach DIN EN ISO 1461 durchgeführt wird. Anforderungen an die Eigenschaften und Zuverlässigkeit der Feuerverzinkung sind damit eindeutig festgelegt.

PREISWERT
Die Feuerverzinkung ist in der Herstellung in der Regel nicht teurer als andere konventionelle Schutzsysteme für Stahl. Als industrielles Verfahren mit hoher Zuverlässigkeit kann es sehr wirtschaftlich durchgeführt werden. Es hält jedem Preisvergleich stand.

OPTIMAL, AUCH IN HOHLRÄUMEN UND AN KANTEN
Konventionelle Korrosionsschutzsysteme haben vor allen Dingen an Kanten und Ecken Probleme, da die Schutzschicht dort häufig zu dünn ist. Kein Problem für die Feuerverzinkung; der Zinküberzug ist an Ecken und Kanten, in Winkeln und Hohlräumen stets von gleich guter Qualität.

LEICHT ÜBERPRÜFBAR
Zinküberzüge können auch durch Laien einfach geprüft werden. Das Auge wird nicht getäuscht, Fehler werden sofort erkannt, sie werden nicht überdeckt. Wenn der Zinküberzug eben und gleichmäßig erscheint, dann ist er es auch.

GUT AUSSEHEND
Metallische Zinküberzüge unterstreichen den Charakter und die Eigenschaften des Stahls. Das metallische Aussehen von Stahl bleibt ebenso unverwechselbar erhalten wie seine Oberflächenstruktur. Metallische Überzüge mit Zink bilden mit ihrem Untergrund eine Einheit, die sich sehen lassen kann.
Sollte doch einmal Farbe gewünscht sein - kein Problem!
Feuerverzinkung + Farbbeschichtung = Duplexsystem.

Wir schützen Ihre Bauteile nachhaltig vor Korrosion

Deshalb tauchen wir Ihre Stahlteile in flüssiges Zink (ca. 450°C). Bei diesem Schmelztauchverfahren werden Ihre Konstruktionsteile, Werkstücke oder Bleche aus Stahl durch Eintauchen in eine flüssige Zinkschmelze mit einem Zink- bzw. Zinklegierungsüberzug versehen. Dadurch entsteht ein massiver, metallischer Zinküberzug (je nach Werkstoff ca. 50 - 150 µm). Zwischen Eisen und Zink kommt es zu einer metallurgischen Reaktion (Fe-ZN-Legierung).

Diese untrennbare Verbindung von Zink und Stahl, die beim Verzinkungsprozess entsteht, bewirkt einen Korrosionsschutz, der sich von allen anderen Verfahren vorteilhaft unterscheidet.

Verzinkungskessel von 3 m bis 17 m stehen zu Ihrer Verfügung. Alle Kessel sind komplett an Filteranlagen angeschlossen und entsprechen uneingeschränkt dem Stand der Technik zum Schutze unserer Umwelt.

Sendzimir-Verzinkung

Sendzimir-Verzinkung

Sendzimir- Verzinkung ist eine kontinuierliche Band- Feuer - Verzinkung, die von Tadeusz Sendzimir entwickelt wurde. Das Ausgangsmaterial besteht normalerweise aus einem kalt gewalzten Stahlband. Bei diesem Verfahren wird die Zinkauflage bereits auf das Vormaterial (Stahlband), durch ein flüssiges Zinkbad gleichmäßig aufgetragen. Bedingt durch die Durchlaufgeschwindigkeit des Materials mit anschließendem Walzen entsteht ein verhältnismäßig sauberes Oberflächenfinish. Die bandverzinkten Bauteile sind durch die gleichmäßige Auftragung glatt und ohne überschüssige Zinkrückstände. Das Zinkbad für die Sendzimir- Verzinkung besteht neben Zink aus ca. 0,2 % Aluminium. So wird die Bildung der Zinkblumen gefördert.

Das Verfahren der Sendzimir- Verzinkung wird ohne Vorbehandlung von Beiz- oder Flussmitteln durchgeführt. Die Schichtstärken der Sendzimir- Verzinkung kann gegenüber der Feuerverzinkung genau festgelegt werden. Sie liegen ca. bei 20 µm (Mikrometer).
Die verzinkten Bauteile können danach ohne Beschädigung der Oberfläche verändert oder verformt werden. Durch die Sendzimir- Verzinkung entstehen letztendlich sehr gute Hafteigenschaften sowie gute Korrosionsbeständigkeit.
Die Sendzimir- Verzinkung wird vorrangig bei Zaun- und Toranlagen für Bauteile (z.B. Zaunsäulen/Winkel/Halterungen) ohne thermische Bearbeitung, welche die Verzinkung zerstören würde, angewendet.

Pulverbeschichtung

Pulverbeschichtung

Setzen Sie Akzente
Wir beschichten feuerverzinkte Oberflächen (Duplex-System) für höchstmöglichen Korrosionsschutz plus dekorative Gestaltung. Durch das Farbspektrum moderner Pulverlacke, das weit über die RAL-Farbpalette hinaus geht, beschichten wir in fast jedem Farbton in matt, seidenglänzend, glänzend oder strukturiert. Auch Effekt-Lackierungen sowie Spezialbeschichtungen sind möglich.

Die Arbeitsschritte

Vorbehandlung
Die werkstoff- und anforderungsgerechte Vorbehandlung ist wesentliche Voraussetzung für die erzielte Beschichtungsqualität.
Bei der Pulver-Beschichtung von verzinkten Stahlteilen für den Außenbereich sehen wir als Vorbehandlung einen Grünchromatierungsprozess in Anlehnung an DIN 50939, der auf die Behandlung von Verzinkungen optimiert ist. Dabei werden wässrige Medien sowohl im sauren als auch alkalischen Bereich auf das zu beschichtende Bauteil gesprüht.  Liegen im Einsatzbereich des Bauteils korrosionsverschärfende Bedingungen vor, dann muss die technische Machbarkeit grundsätzlich geprüft werden. Solche Bedingungen sind unter anderem der Kontakt mit:

  • Salzen in fester oder gelöster Form. (auch Streusalz)
  • Küstenatmosphäre (bis 30 km vom Meer)
  • Wasser in ständiger Beaufschlagung (Unterwassereinsatz)
  • Betauender Feuchte (Kondenswasser, Aerosole)
  • Aggressive Industrieemissionen
  • Säuren und Laugen und anderen Chemikalien
  • Ölen und Organischen Lösemitteln
  • Gelösten Metallionen z.B. in Abtropfwasser von Kupferverblechungen
  • Edleren Metallen unter Bildung von Lokalelementen (Kontaktkorrosion)
  • Wärmequellen die am Einbauort zu Bauteiltemperaturen über 80°C führen

Trocknung
Im Anschluss an die Vorbehandlung werden die zu beschichtenden Bauteile in einem Warmluftofen getrocknet. Dabei führen wir ein so genanntes Tempern, das heißt ein Trocknen bei annähernd den gleichen Bedingungen wie im Pulver-Einbrennofen durch, um die Ausgasungsneigung der Verzinkung zu minimieren.

Pulverbeschichtung
In der Pulverbeschichtungskabine wird der Pulverlack auf das Bauteil appliziert.
GSB-Zulassung nach Stufe "Standard" bzw. Qualicoat-Zulassung nach "Klasse 1"
Bindemittelbasis Polyester mit Zusatzadditiv für ausgasende Oberflächen
Oberfläche: glatt
Glanzgrad (unter 60° gemessen): ca. 60 bis 90 E (d.h. seidenglänzend oder glänzend)

Einbrennen
Das Vernetzen des Pulverlacks erfolgt in einem Heißluftofen, bei Umlufttemperaturen von rund 210 °C. Hierbei wird zunächst das Pulver erschmolzen und anschließend die Lackschicht mit einer je nach verwendetem Pulverlacksystem unterschiedlichen Objekttemperatur von 170 °C bis 200 °C und Haltezeiten von 40 bis 10 Minuten vernetzt. Dabei verläuft die applizierte Pulverlackschicht zu einem homogenen, geschlossenen Film. Die Haltezeit ist dabei die Zeit, in der die Werkstückoberfläche mindestens die vorgegebene Objekttemperatur aufweist. Die im Ofen erforderliche Verweildauer beinhaltet die Haltezeit sowie die Aufheizzeit, die das Werkstück benötigt, um die Objekttemperatur zu erreichen. Je nach Masse, Wanddicke und Werkstoff beträgt die Verweildauer im Pulver-Einbrennofen daher ca. 50 min, wobei das Werkstück maximal eine Objekttemperatur in Höhe der Umlufttemperatur erreicht.

Allgemeine Eigenschaften der Pulver-Beschichtung

Optik der Oberfläche
Die Pulver-Beschichtung ist grundsätzlich eine industriell aufgebrachte Beschichtung und daher nicht mit den optischen Ansprüchen von handwerklichen Lackierungen wie z.B. im Karosseriebau vergleichbar. Die von uns standardmäßig zugrunde gelegten Gütebestimmungen der GSB sehen vor, dass die Beschichtungsoberfläche für Bauteile im Außenbereich bei diffusem, natürlichem Tageslicht senkrecht aus 3 m Betrachtungsabstand ohne Hilfsmittel wie z.B. Vergrößerungsglas zu begutachten ist.

Schichtdicke
Die Schichtdicke der Pulver-Beschichtung richtet sich nach den Güterichtlinien. Im Falle der GSB sind dies für einschichtigen Beschichtungsaufbau mindestens 50 µm, im Fall der Qualicoat mindestens 60 µm.

Farbton
Wie alle anderen Lacke und Farben sind auch Pulverlacke in ihrem Farbton fertigungstechnischen Toleranzen und Schwankungen unterworfen. Das bedeutet, dass keinesfalls davon ausgegangen werden kann, dass z.B. ein RAL-Farbton der Pulver-Beschichtung mit dem gleichen RAL-Farbton von z.B. Dichtmassen, Kunststoffprofilen, Putzfarben oder Nasslacken optisch übereinstimmt. Ebenso kann davon ausgegangen werden, dass RAL-Farbtöne, die von unterschiedlichen Beschichtern stammen, in der Regel nicht optisch übereinstimmen, da meist Produkte unterschiedlicher Lackhersteller verwendet wurden.
Für die Übereinstimmung des Farbtons mit einer Farbkarte sind im Fall der RAL-Farbtöne nur die Originalfarbtafeln und nicht die gedruckten Farbkarten heranzuziehen.
Besonders hervorzuheben ist die Problematik der Farbtonübereinstimmung von Metallic-Pulverlacken, insbesondere bei dunklen Metallictönen wie RAL 9007 oder DB 703. Hier gilt, dass die Elektrostatik der jeweils verwendeten Applikationsanlage entscheidenden Einfluss auf die Ausbildung des Metalliceffekts und damit auch auf den wahrgenommenen Farbton ausübt. Das bedeutet, dass seitens des Kunden unbedingt darauf geachtet werden muss, dass sämtliche Bauteile die nebeneinander stehend eingebaut werden, gleichzeitig in einem Beschichtungslos angeliefert werden.

Wetterechtheit / UV-Stabilität
Die Bindemittelbasis Polyesterharz ist von Natur her für die Außenbewitterung geeignet. Wie bei jedem Lack tritt allerdings auch beim Polyester durch UV-Strahlen (z.B. die des Sonnenlichts) eine Abwitterung auf. Diese beinhaltet zum einen eine Zerstörung der Bindemitteloberfläche, die sich als gräulicher Schleier, sogenanntes Auskreiden, sowie in Form einer Glanzgrad-Veränderung am Bauteil zeigt. Zum anderen beinhaltet die Abwitterung auch eine Veränderung des Farbtons, da die im Pulverlack eingebetteten Farbpigmente sich ebenfalls unter dem Einfluss des UV-Lichts verändern. Unterschiedliche Bestrahlungsdauern und -intensitäten wie sie z.B. durch Abschattungen oder die Ausrichtung der Gebäudefronten (Süd- und Nordseite) entstehen, haben ein unterschiedlich starkes Abwittern des Pulverlacks zur Folge. In diesem Zusammenhang ist aber darauf hinzuweisen, dass auch Verschmutzungen der Bauteiloberfläche durch chemische Reaktionen eine Veränderung der Beschichtungsoberfläche hinsichtlich Glanz und Farbton bewirken können. Sie müssen daher im Rahmen der Pflege regelmäßig durch einen Fachbetrieb entfernt werden.

Überlackierbarkeit
Grundsätzlich ist die Pulver-Beschichtung mit gängigen Nasslacksystemen wie z.B. 2-K-PUR Nasslacken überlackierbar. Überlackierungen mit der notwendigen fachgerechten Vorbereitung des Untergrundes sind grundsätzlich nur durch einen Lackierfachbetrieb auszuführen.

Lagerung / Dampfdiffusion / Schutzfolie
Die Bindemittelbasis Polyester ist von Natur her dampfdiffusionsoffen, das heißt sie kann Wasser in gewisser Menge aufnehmen. Diese Wasseraufnahme wird durch hohe Umgebungsfeuchtigkeit und durch hohe Temperaturen beschleunigt. Sie führt insbesondere bei dunklen Farben dazu, dass helle nicht abwischbare Schleier auf der Oberfläche entstehen. Diese stellen keinen Mangel dar und können durch vorsichtiges kurzzeitiges Erwärmen der Oberfläche mit einem Fön auf Temperaturen bis max. 100°C ausgetrieben werden.
Zur Vorbeugung sollten beschichtete, verpackte Bauteile vor allem im Sommer nicht im Freien sondern im Gebäude gelagert werden.
Wird nachträglich eine Schutzfolie auf die Beschichtungsoberfläche aufgebracht und dabei z.B. in Knitterfalten Luft und/oder Feuchtigkeit eingeschlossen, kann sich auch in diesen Bereichen eine sichtbare Einlagerung von Wasser in die Beschichtungsoberfläche ergeben.
Von uns aufgebrachte Schutzfolie ist spätestens nach 2 Wochen abzuziehen.

Chemikalienbeständigkeit
Bei der Materialprüfung im Rahmen der Zulassung der Pulverlacke durch die GSB wird die Beständigkeit der Pulverlackoberfläche gegenüber einer Reihe von Chemikalien geprüft. Wir verweisen daher an dieser Stelle auf die Güte- und Prüfbestimmungen der GSB.
Der Kontakt mit Chemikalien wie z.B. Säuren, Laugen oder organischen Lösemitteln über die in den Güte- und Prüfbestimmungen der GSB beschriebenen Prüfbedingungen hinaus stellt eine außergewöhnliche Beanspruchung dar, die in jedem Fall auftragsbezogen schriftlich zu vereinbaren ist.

Korrosionsschutz
Die Verzinkungsschicht bewirkt mit dem anodischen Schutz des Stahls den eigentlichen Korrosionsschutz, während die Pulverbeschichtung mit der vorausgehenden nasschemischen Vorbehandlung nur die Abwitterung der Zinkschicht verlangsamt und so zur Verlängerung der Schutzdauer beiträgt.
Die dampfdiffusionsoffene Pulverbeschichtung allein leistet keinen Korrosionsschutz der Bauteiloberfläche.
Der Beschichtungsaufbau aus Verzinkung und Polyesterpulverbeschichtung an sich erreicht einen Korrosionsschutzwert der Klasse C3-m in Anlehnung an die DIN 12944.

Notwendige Pflege der Pulver-Beschichtung
Die Umwelteinflüsse, denen beschichtete Bauteile am Gebäude unterliegen, führen zu Verschmutzungen, die je nach ihrer Beschaffenheit sowohl die Beschichtungsoberfläche als auch das Grundmaterial schädigen können. Salzhaltige Stäube aus dem Straßenverkehr (Streusalz!), Chemikalien aus Industrieemissionen oder schwefelsaure Verbindungen aus dem Regenwasser lagern sich auf der Bauteiloberfläche ab und bilden an Ablaufstellen Verkrustungen. Chemische Reaktionen mit diesen Verschmutzungen führen zu Glanzgrad- und Farbtonveränderungen der Pulver-Beschichtung und zu Korrosion des Grundmaterials.
Zur dauerhaften Werterhaltung der beschichteten Bauteile und ihrer Oberflächen ist es daher unbedingt erforderlich, dass sie regelmäßig gepflegt, das heißt insbesondere gereinigt werden. Die Pflegeintervalle richten sich dabei grundsätzlich nach der Menge und der Art der Verschmutzung, die das Bauteil am Einbauort erfährt. Eine Reinigung ist jedoch mindestens einmal pro Jahr durchzuführen um Schäden am Bauteil und seiner Oberfläche durch die Verschmutzung zu vermeiden.
Die Reinigung pulverbeschichteter Bauteiloberflächen darf nur durch nach den Richtlinien der Gütegemeinschaft zur Reinigung von Metallfassaden (GRM) durch einen Mitgliedsbetrieb der GRM durchgeführt werden.
Die Fachkompetenz der Mitgliedsbetriebe der GRM ist unabdingbar, da durch unsachgemäßes Vorgehen bei der Reinigung, wie z.B. durch Verwendung ungeeigneter Reinigungsmittel, irreparable Schädigungen der Pulver-Beschichtung wie Farbtonveränderung, Veränderung des Metalliceffekts, Glanzveränderung, Ausbleichungen, Wischspuren, Verkratzungen, und sogar Haftungsverlust und Grundmaterialkorrosion hervorgerufen werden können. Der Nachweis, dass mindestens einmal jährliche eine Reinigung durch einen Fachbetrieb der GRM durchgeführt wurde, ist Voraussetzung für unsere Gewährleistung dieser Technischen Spezifikation.

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